Die Literatur von damals bis heute

Seit dem es Bücher gibt, lesen die Menschen. Das meistgelesene Buch Deutschlands ist die Bibel. Doch was ist Literatur und seit wann existiert sie? "Literatur" stammt von dem lateinischen Wort für Buchstabe "littera" ab. Als Literatur bezeichnet man also Schriftstücke wie Briefe, amtliche Dokumente aber auch Kurzgeschichten, Gedichte und Romane. Der große Bereich der Literatur wird in drei kleinere Einheiten eingeteilt. Unter Lyrik fasst man alle gedichteten Werke zusammen. Die Epik vereint Kurzgeschichten, Epen, Romane, Novellen und Ähnliches in sich. Theaterstücke, Opern, Dramen, Komödien oder auch Lustspiele gehören zur Gattung der Dramatik. Im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts spricht man vom Barock. In dieser Epoche wurde die Literatur durch drei Motive geprägt. Die Sujets des "Carpe diem" (lat. für "Nutze den Tag"), des "Memento mori" (lat. "Bedenke, dass du sterben musst") und des "Vanitas" (lat. "Misserfolg/Vergänglichkeit") prägten die Literatur in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Themen der Literatur des Barock waren Todesangst, Verarbeitung des Kriegsgeschehens, die Bevölkerungsarmut aber auf der anderen Seite auch die Lust zu Leben. Die Epoche der Aufklärung (ca. 1700-1800) gilt als nüchtern und geradlinig. In dieser Zeit beginnt der Mensch sich nicht mehr nur dem Willen der Kirche zu beugen sondern sich (nach Immanuel Kant) seines eigenen Denkens/Verstandes zu bedienen. Der Sturm und Drang (1765-1789) war geprägt von freiheitlich revolutionärem Denken. Als eines der bekanntesten Werke ging "Die Leiden des jungen Werthers" von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Sturm und Drang hervor. Weitere bedeutende Literaturepochen sind Weimarer Klassik (1786-1832), Romantik (1795-1830), Vormärz/Biedermeier (1815-1848/49), Literatur der Weimarer Republik (1919-1933), Literatur des Exils (1932-1945) und die Nachkriegsliteratur (1945-1949). Neben der Belletristik (Unterhaltungsliteratur) entstand in den eben kurz angesprochenen vier Jahrhunderten auch eine große Menge an Forschungsliteratur, die teilweise noch heute als Lehrmaterial dient.

Die Literatur des 21. Jahrhunderts kann als verbraucherorientiert bezeichnet werden. Neben Forschungsliteratur in allen möglichen Bereichen, existiert ein großes Angebot an Romanen, die als weniger anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur zu bezeichnen ist. Der Fortsetzungsroman - dies sind, Romane, die aus mehreren Teilen bestehen - erleben genauso ihre Blütezeit, wie Neuauflagen erfolgreicher Romane im Paperbackformat. Seit einigen Jahren erleben Gedichtbände eine Art Renaissance - sie werden wieder verstärkt gekauft. Neben all dieser Unterhaltungsliteratur des 21. Jahrhunderts werden auch heute noch viele Exemplare der Bibel verkauft. Werke aus früheren Epochen werden heute ebenfalls neu aufgelegt und vertrieben.